Schreib über eine Frau, die dich inspiriert

Diese Aufgabe hatte ich im Sprachkurs bearbeitet – in der Woche des Weltfrauentags. Da ich den entstandenen Text sehr mag, wollte ich ihn mit euch teilen und habe ihn aus dem Englischen übersetzt. Schreibt mir doch einen Kommentar welche Frau euch inspiriert! Viel Spaß beim Lesen!

Als ich die Aufgabe lese, denke ich sofort an die „Gilmore Girls“ Folge, in der Rory ein ähnliches Essay für ihre Uni-Bewerbung schreiben muss. Zuerst wählt sie dafür Hillary Clinton, aber als sie herausfindet, dass die meisten Bewerber dies tun, ändert sie ihren Ansatz – und schreibt über ihre Mutter, die sie mit sechzehn Jahren alleine großgezogen hat.

Viele würden Rory’s Problem verstehen. Wie wählt man nur eine inspirierende Frau? Da gibt es die offensichtlichen Kandidatinnen, über die man vielleicht nicht schreibt, wenn man herausstechen möchte. Aber das macht Malala, Greta Thunberg, Michelle Obama oder Beyoncé nicht weniger einzigartig.

Man könnte sich auch für eine fiktive Heldin entscheiden. Denkt an Elle Woods oder Jo March. Denkt an Hermine Granger, eine Protagonistin, die eine ganze Generation von Mädchen inspiriert hat. Und dann ist da Emma Watson, die sie spielte und nun ihre eigene Reichweite nutzt, um sich für Frauen- und Menschenrechte zu engagieren.

Es gibt unendlich viele berühmte Frauen, über die man schreiben könnte. Da wäre Emily Weiss, die mit der Gründung des Beauty-Labels Glossier die Industrie veränderte. Julie Andrews, deren Stimme meine Kindheit geprägt hat und die ich immer noch liebend gerne höre. Greta Gerwig, die mich mit ihren Drehbüchern und Filmen so inspiriert. Oder aber auch Angela Merkel – denn die Tatsache, dass wir in Deutschland eine Kanzlerin haben, hat meine Sicht auf die Welt definitiv geprägt, wenn auch vielleicht nur unterbewusst. Oder all die Bloggerinnen, denen ich folge, die vielleicht ein paar Influencer Klischees erfüllen, aber gleichzeitig selbständige Geschäftsfrauen sind.

So viele dieser Frauen sind inspirierend, aber ich denke am meisten definieren uns diejenigen, denen wir nahe stehen.

Ich werde immer die alleinerziehenden Mütter von meinen Freunden bewundern, die es irgendwie hinkriegen, Kinder, (oft mehrere) Jobs und Freundschaften unter einen Hut zu kriegen. Ich wünschte, ich wäre mehr wie meine Patentante. Sie ist fantastisch darin, überall auf der Welt Freunde zu finden und auch wirklich den Kontakt zu halten. Von Mama’s bester Freundin habe ich gelernt, dass man keinen Partner oder Kinder braucht, um glücklich zu sein. Ich bin dankbar für meine starken Großmütter. Eine hatte die unglaubliche, ungewöhnliche Möglichkeit zur Uni zu gehen. Die andere übte heimlich Auto fahren. Dankbar bin ich auch für meine lieben, selbstbewussten Tanten, die so unterschiedlich und doch so ähnlich sind.

Ich bin so inspiriert von meinen Freundinnen, die ihre eigenen Wege finden, obwohl die Welt gefühlt jeden Tag komplizierter wird. Und natürlich von meiner wundervollen Mutter. Sie hat mir gezeigt, wie man das Leben in vollen Zügen genießt. Sie hat mir beigebracht, stolz auf mich selbst zu sein, aber auch über mich selbst zu lachen. Sie besitzt eine Firma und trägt zur Arbeit Anzüge – dank ihr waren Frauen für mich schon immer kraftvoll und Führungspersonen.

Im Endeffekt sind wir alle geprägt von den Frauen, die wir kennen, sehen und von denen wir hören. Und dafür kann ich gar nicht dankbar genug sein.

on my mind – at home

Ach ja, das hat Spaß gemacht, den Edit zusammenzustellen. Die ungewöhnlichen Zusammenstellungen spiegeln auch irgendwo die Zeit gerade wieder. Stichpunkte Skincare, Sport, Gemütlichkeit und Sommergefühle – ihr merkt, das Social Distancing bringt mein inneres L.A. girl zum Vorschein. Das Einzige was auf dem Bild noch fehlt, ist die Almond Butter, die ich in letzter Zeit wieder so liebe. Ich hoffe es geht euch gut!

xx anna

30 Filme

Für die man jetzt Zeit hat

In unserer letzten Sprachkurs-Stunde drehte sich eine Freundin plötzlich überrascht zu mir um und sagte: „Das ist das erste Mal, das wir über einen Film reden und du ihn nicht kennst.“ Das ich nun diesen Beitrag schreiben wollte, war also außer Frage. Es sind hauptsächlich meine liebsten Rom-Coms, Musicals und Filme, die ich mal bei den Oscar-Verleihungen gesehen habe und gut fand. Und alles dazwischen. Viel Spaß!

American Hustle: Es geht um Betrüger, die entdeckt werden und dann dem FBI helfen müssen. Spielt in den 70ern und der Cast ist großartig.

Angels & Demons (Illuminati): In dem Thriller spielt Tom Hanks einen Symbologen, der dem Vatikan hilft, vier vom Illuminati entführte Kardinale zu entführen.

Before Sunrise: Eine Französin und ein Amerikaner lernen sich im Zug kennen, sie steigt spontan mit ihm in Wien aus. Der ganze Film besteht aus wundervolle Gesprächen (und es gibt noch zwei weiter Filme, je zehn Jahre später gefilmt!).

The Big Short: Es geht um die Finanzkrise 2008, ist super interessant und lustig. Bricht ab und zu auf sehr coole Art die vierte Wand. (Mit Ryan Gosling!)

Breakfast at Tiffany’s (Frühstück bei Tiffany): Wohl der bekannteste Film von Audrey Hepburn, die Bilder kennen alle – aber habt ihr den Film schon gesehen? Ein wunderschöner Klassiker, über den ich sogar meine Facharbeit geschrieben habe.

Brokeback Mountain: Wurde mir von einer Freundin empfohlen, soll super bewegend sein. Es geht um die homosexuelle Beziehung zweier Cowboys, gespielt von Jack Gyllenhaal und Heath Ledger. (Und als Mama den Blogpost gelesen hat, bestätigte sie auch: So schön, so traurig, so ästhetisch!)

Catch Me If You Can: Leonardo Di Cabrio als Hochstapler, Tom Hanks als FBI Agent, der versucht ihn zu kriegen. Basiert auf einer wahren Geschichte, richtig gut.

Clueless: Basiert auf Jane Austen’s „Emma“, spielt aber in einer High School in L.A. in den 90ern. Einer meiner Lieblingsfilme, die Outfits und Dialoge sind ikonisch.

Crazy Stupid Love: Die perfekte Rom-Com!!! Und mit Emma Stone und Ryan Gosling.

Dead Poets Society: Robin Williams spielt einen unkonventionellen Englischlehrer an einem Jungsinternat. Fantastisch. „O Captain! My Captain!“

The Devil Wears Prada (Der Teufel trägt Prada): Maryl Streep als Vogue-Chefredakteurin, Anne Hathaway als ihre neue Assistentin, die von Mode keine Ahnung har. Macht so Spaß.

Finding Neverland (Wenn Träume Fliegen Lernen): Wenn ihr mal so richtig weinen wollt. Es geht um die Entstehung von Peter Pan.

Frances Ha: Greta Gerwig spielt eine Tänzerin in New York, Regie führt Noah Baumbach. Alles in schwarz-weiß und unglaublich schön.

„It’s that thing when you’re with someone, and you love them and they know it, and they love you and you know it… but it’s a party… and you’re both talking to other people, and you’re laughing and shining… and you look across the room and catch each other’s eyes… but – but not because you’re possessive, or it’s precisely sexual… but because… that is your person in this life. And it’s funny and sad, but only because this life will end, and it’s this secret world that exists right there in public, unnoticed, that no one else knows about. It’s sort of like how they say that other dimensions exist all around us, but we don’t have the ability to perceive them. That’s – That’s what I want out of a relationship. Or just life, I guess.“

– Frances Ha

Grand Budapest Hotel: Man kann sich wunderbar in die skurrile, farbenfrohe Welt von Wes Anderson flüchten.

Guardians of the Galaxy: Gucken, wenn ihr Lust auf Superhelden, Humor und einen richtig guten Soundtrack habt.

Hidden Figures (- Unerkannte Heldinnen): Es geht um drei afroamerikanische Frauen, die Anfang der 1960er bei der Nasa als Mathematikerinnen gearbeitet haben. Total berührend und auch auf einer wahren Geschichte basiert.

The Imitation Game ( – Ein Streng geheimes Leben): Benedict Cumberbatch spielt den britischen Informatiker Alan Turing, der im zweiten Weltkrieg versucht herauszufinden, wie die Deutschen ihre Nachrichten mit der Enigma verschlüsseln. Spannend.

Katy Perry: Part of Me: Eine tolle Konzertdoku, über ihre Anfänge und ihre Welttournee 2011. Steht hier auch symbolisch – guckt doch mal, ob ihr von euren Lieblingskünstlern Dokus oder Konzerte findet, die gibt es ja mittlerweile so oft.

Kingsman: The Secret Service: Lustige Agentenkomödie mit Colin Firth und Taron Egerton.

The King’s Speech: Auch mit Colin Firth, hier spielt er König George VI., der mit einem Sprachtherapeuten an seinem Stottern arbeitet. Toller Film mit super Dialogen.

Lady Bird: Ich glaube, keinen Film liebe ich mehr als diesen. Saoirse Ronan spielt die Hauptrolle in dem Coming-of-Age Film von Greta Gerwig, es ist einfach fantastisch. Eine Mutter-Tochter-Geschichte. Oh und Timothée Chalamet spielt auch mit!

La La Land: Liebt man oder hasst man. Emma Stone und Ryan Gosling spielen ein Künstlerpaar in L.A., es ist ein Musical, ich lieb’s.

Marriage Story: Scarlett Johannson und Adam Driver spielen ein Paar (auch Künstler), dass sich scheiden lässt. Berührend und manchmal fast wie ein Theaterstück. Laura Dern ist fantastisch als Scheidungsanwältin. Regie führt auch hier Noah Baumbach.

The Nice Guys: Mein Papa liegt mir schon seit Ewigkeiten in den Ohren, dass ich diesen Film mal gucken solle – jetzt hab ich ja wirklich die Zeit dazu! Russell Crowe und Ryan Gosling spielen Ermittler, die eine vermisste Person suchen, er fand’s super lustig.

The Perks of Being a Wallflower (Vielleicht lieber Morgen): Schöner und trauriger geht Coming-of-Age kaum. Der Cast ist auch ganz toll.

Pretty Woman: Die Rom-Com mit Julia Roberts ist einfach ein Klassiker. Zum Wohlfühlen.

The Sound of Music: Kennen in Deutschland so wenige, dabei ist das Musical so toll! Julie Andrews spielt eine Erzieherin von sieben Kindern, die sich in deren verwitweten Vater verliebt. Als sich Österreich den Nazionalsozialisten anschließt, versucht die Familie zu fliehen.

Spotlight: Das Filmdrama basiert auf den wahren Begebenheiten, es geht um das Team investigativer Journalisten beim Boston Globe, die den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche in Boston aufdecken.

Sunshine on Leith: Ein Musical über eine Familie und deren Beziehungen mit Songs der Band The Proclaimers. Spielt in Schottland und macht unglaublich gute Laune. „And I would walk 500 Miles…“

When Harry Met Sally… (Harry und Sally): Auch zum Abschluss nochmal eine Rom-Com, auch ein absoluter Klassiker mit unglaublich ikonischen Szenen. Zitieren wir in meiner Familie fast jeden zweiten Tag.

Ich hoffe, ihr konntet ein paar Inspirationen mitnehmen! Schreibt mir doch, welche Filme ihr liebt und gerade für euch (wieder) entdeckt habt. Bleibt gesund und passt auf euch auf!

xx anna

20 Bücher

für die man jetzt Zeit hat

Heute möchte ich 20 Buchempfehlungen mit euch teilen, mit denen ihr euch diese unsichere Zeit ein bisschen schöner machen könnt. Manche habe ich schon auf dem Blog oder auf Instagram erwähnt, über andere schreibe ich zum ersten Mal. Von moderner Literatur über Klassiker bis hin zu Biographien ist vieles dabei und ich hoffe, ihr findet etwas, das euch gefällt!

Nur kurz zur Übersicht: Es gibt fast alle Bücher auch auf deutsch (insofern sie das nicht eh im Original sind) und wenn der deutsche Titel anders ist, findet ihr diesen Klammern. Nur die Romane von Holly Bourne und Sally Rooney sowie die Gedichtbände von Charly Cox gibt es derzeit nur auf Englisch. Aber jetzt viel Spaß mit den Empfehlungen!

Becoming – Michelle Obama: Von dieser tollen Biographie habt ihr bestimmt schon viel gehört, deswegen halte ich mich nicht lange auf und sage nur: Auch ich kann sie euch sehr ans Herz legen!

Crazy Rich Asians – Kevin Kwan: Rachel Chu begleitet ihren Freund Nick Young zur Hochzeit seines besten Freundes nach Singapur, ohne vorher zu wissen, dass Nicks Familie eine der wohlhabendsten im Land ist. Eine romantische Komödie mit einem bisschen Satire, die einfach total Spaß macht. Und Überraschung, die drei Bücher sind besser als der Film!

Dear Oxbridge – Nele Pollatschek: Die deutsche Autorin schreibt über ihr Studium in Oxford und Cambridge – vor dem Brexit. Es lässt sich gut weglesen und ihr Stil beschreibt die Briten und ihre Eigenarten perfekt und liebevoll.

Everything I Know About Love (Alles, was ich über die Liebe weiß) – Dolly Alderton: Ich habe es schon so oft erwähnt, ich bin schockverliebt in dieses Buch. Könnte ein ganzes Buch darüber schreiben, warum es mich so bewegt hat. In der Memoir schreibt die Journalistin über ihr bisheriges Leben, übers Aufwachsen in einem Vorort und übers Erwachsen Werden in London in ihren Zwanzigern. Es geht um Dates, Jobs, Freundschaften und um Liebe. Es ist fantastisch.

„And then, three months in, almost to the day, he told her he loved her. She announced it at a dinner with mates. We all toasted it and shrieked with joy – I wrote a sad soliloquy about it on my iPhone notes on the night bus home.“

Expectation (Was wir sind) – Anna Hope: Beide Titel zusammen verraten schon ganz gut worum es geht: Es geht um die Lebenswege von drei Freundinnen, Erwartungen an die Zukunft, wer sie sind und wer sie sein wollen. Drei Perspektiven, viele Zeitsprünge und eine tolle, nichts beschönigende Erzählweise.

Frank Ocean – Sophie Passmann: Ihr müsst die Musik von Frank Ocean gar nicht kennen, um das Buch zu mögen. Sophie Passmann schreibt über ihre bipolare Störung, über die Höhen und Tiefen und über den Sommer, den sie mit seinem Album Blonde verbindet. Ich fand es sehr ehrlich und bewegend. (Gibt es auch als Hörbuch auf Spotify!)

Der Geschmack von Apfelkernen – Katharina Hagena: Eine Enkelin erbt das Haus ihrer Oma und reflektiert über ihre Kindheit dort. Eine Familiengeschichte mit vielen Zeitsprüngen und interessanten Frauenfiguren.

Gone with the Wind (Vom Winde verweht) – Margaret Mitchell: Wahrscheinlich das längste Buch auf der Liste, ein absoluter Klassiker der amerikanischen Literatur. Man begleitet Scarlett O’Hara durch Bürgerkrieg und Reconstruction Era und sieht, wie sie und ihr Leben sich verändern. Und natürlich ist es am Ende eine große „will they, won’t they“ Liebesgeschichte.

The Help (Gute Geister) – Kathryn Stocket: Den Roman möchte ich schon lange lesen, seit eine gute Freundin ihn mir empfohlen hat. Es geht um afroamerkiansiche Haushälterinnen, die bei weißen Familien arbeiten und spielt in den 1960ern. Sie hat es sehr berührt.

How Do You Like Me Now – Holly Bourne: Ein ehrlicher Roman, der sich um (keine?) Kinder, Karriere und ungesunde Beziehungen dreht. Es tut weh, wie miserabel es der Protagonistin geht und wie perfekt sie sich online darstellt und ist gleichzeitig so unglaublich lustig geschrieben.

It – Alexa Chung: Das Cover hat man vor ein paar Jahren auf jedem coffee table Instagrams gesehen, der Tipp kommt mir so oberflächlich vor. Wie auch immer ich mag die Mischung aus Texten über ihr Leben und über Mode zusammengewürfelt mit Polaroids, Skizzen und allem Möglichen sehr. Habe es schon ewig und blättere immer wieder gerne durch.

Little Women – Louisa May Alcott: Vielleicht habt ihr nach der tollen, neuen Verfilmung überlegt, das Buch zu lesen? Ich kann es euch total empfehlen! Man kommt in den Stil sehr gut rein, teilweise musste ich herzhaft lachen und die vielen kleinen Details sind schön.

A Moveable Feast (Paris – Ein Fest fürs Leben) – Ernest Hemingway: Das Buch besteht aus Fragmenten, in denen Hemingway über sein Leben in Paris in den 1920ern schreibt. Er beschreibt Straßen und Orte in Paris präzise und man kann toll in die Zeit eintauchen.

“If you are lucky enough to have lived in Paris as a young man, then wherever you go for the rest of your life, it stays with you, for Paris is a moveable feast.”

Normal People – Sally Rooney: Über den Roman habe ich schon einen kompletten Blogpost lang geschwärmt, den findet ihr hier.

Pride and Prejudice (Stolz und Vorurteil) – Jane Austen: Die berühmte Liebesgeschichte von Elizabeth Bennet und Mr. Darcy. Ein Klassiker für den man sich Zeit nehmen muss, um reinzukommen. Aber dann ist er richtig schön und unerwartet lustig.

She Must Be Mad – Charly Cox: Ein Coming-of-Age Gedichtband, der kontemporärer nicht sein könnte. Es geht ums Aufwachsen als Frau und um mental health Probleme (Warum gibt es dafür eigentlich keinen passenden Begriff auf deutsch?)

Untenrum frei – Margarete Stokowski: Coming-of-Age ist auch bei dem Debüt der Spiegel-Kolumnistin Thema. Das feministische, gesellschaftskritische Buch hat mir eine Freundin sehr ans Herz gelegt und ich bin schon so gespannt!

Validate Me – Charly Cox: Weil ich mich nicht nur für einen ihrer Gedichtbände entscheiden konnte. In diesem geht es um ähnliche Themen, aber noch mehr um Soziale Medien und um die Suche nach Bestätigung. Es ist unglaublich gut.

Vom Ende der Einsamkeit – Benedict Wells: Das Buch sehe ich gerade in gefühlt jeder Instagram Story und auch meine Mama hat es mir empfohlen, als ich sie gefragt habe, welche Bücher ich noch mit in die Liste aufnehmen soll. Gesagt, getan. Der Roman behandelt drei Geschwister, die jung ihre Eltern verlieren, und ihren weiteren Lebensweg.

Where the Crawdads Sing (Der Gesang der Flusskrebse) – Delia Owens: Die zweite Empfehlung meiner Mama, sie fand das Buch richtig gut. Es ist halb Krimi und halb Roman mit tollen Naturbeschreibungen.

Hoffentlich habt ihr etwas gefunden, das euch interessiert! Guckt mal nach, vielleicht könnt ihr ja bei eurem lokalen Buchladen bestellen und diesen so unterstützen. Jetzt möchte ich von euch hören: Was lest ihr gerade so? Oder habt ihr Lieblingsbuch-Empfehlungen für mich? Ich bin gespannt. Passt auf euch auch, ich hoffe ihr bleibt gesund!

xx anna

Ein Liebesbrief an London

a love letter to london

A while ago I was on the train and I saw the full moon standing right next to the shard. It was so beautiful that I started to write down a few moments and things which I love about London. Here they are, enjoy!

  • Seeing the full moon right next to the shard
  • When the weather forecast predicts a rainy day but when you wake up the sky is blue and the sun is out
  • Coincidentally finding cute concept stores with cafés in them
  • The bus route from Shoreditch to Holborn
  • Walking over the Golden Jubilee Bridge at night
  • Reading a book on the escalators in a tube station
  • The fact that pubs are literally like their cliché
  • Every neighborhood feels like a village and has their own character and vibe
  • The unspoken solidarity between girls on the night bus
  • The South Kensington tube station
  • You can feel like you’re in a movie
  • The genuine smalltalk that people still cherish

xx anna

Januar ’20

Erlebt

Der Januar ist vorbei, ich kann es selbst kaum glauben. Er hat sich wirklich kaugummimäßig hingezogen. Die ersten paar Tage war ich noch in Deutschland und genoß die restliche Zeit mit Familie und Freunden. Dann ging es wieder zurück nach London und wie hätte es anders sein können, das Heimweh hatte sich in meinen Koffer gemogelt. Die ersten paar Wochen war ich nicht so gut drauf, mir hat die Energie gefehlt und ich musste erst wieder in meinen Rhythmus hier reinfinden. Alles so Sachen, die man auf Instagram eben nicht so sieht. In dem Zuge habe ich mir auch unglaublich viele Gedanken zu Social Media gemacht. Da bin ich zwar noch nicht zu einem Schluss gekommen, aber ich versuche, mich selber immer wieder zu hinterfragen. Rausfiltern (was ein Wortspiel) wann es mich glücklich macht und wann nicht, und dann bewusst weniger scrollen und posten.

Aber zurück zu allem was diesen Monat so passiert ist. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr schlecht drauf zu sein und nahm mir vor nach einem bestimmten Wochenende wieder gute Laune zu haben. Es klingt so albern, hat aber geklappt. Also, jetzt aber, Januar: Ich war (mal wieder) im Victoria & Albert Museum und habe endlich den Hampton Court Palace besucht, der ganz bei mir in der Nähe ist. Das war super beeindruckend und wir hatten so Glück mit dem Wetter. Meine liebe Austauschschülerin war noch zuhause und so hatten wir einen schönen Tag in Shoreditch, bevor sie wieder zur Uni musste. Da besuche ich sie bald auch, ich bin schon sehr gespannt! Auf Empfehlung einer lieben Freundin, ging es außerdem in den Top Secret Comedy Club: Wir haben ein super Programm erwischt und uns totgelacht. Ein Großteil des Monats bestand auch einfach aus guten Gesprächen in Cafés, Pubs und Restaurants und ziellosen Spaziergängen durch Soho oder den Richmond Park. Spontan habe ich zudem noch Karten für das Musical Amélie ergattert, was wirklich zauberhaft war.

Und dann war auch noch der Brexit. Lange Zeit dachte ich, sie werden es nie auf die Reihe kriegen, aber ich lag falsch. Mitgekriegt hat man hier im Endeffekt aber kaum was. Es fühlt sich noch genauso an wie vorher und das wird wahrscheinlich auch in der Übergangsphase noch so bleiben. In meiner Gastfamilie haben wir auch fast gar nicht darüber geredet, nur am Samstag las die Kleine ihre Kinderzeitung und sagte: „I can’t believe we’ve really leaved the EU.“ (Kein Tippfehler, sie lernt nur auch noch die unregelmäßigen Verben, sehr süß).

Gesehen

The Good Place – ist eine unglaublich witzige Serie über das Leben nach dem Tod, Himmel und Hölle (eben the good and the bad place). Das klingt sehr absurd, jetzt wo ich es aufschreibe, aber es funktioniert wirklich gut! Es geht um Philosophie, Sinn und Freundschaft und das alles mit einer gewissen Brooklyn 99 Dynamik, die Idee stammt immerhin von Michael Schur, der u.a. Produzent bei SNL, The Office und Brooklyn 99 war.

Little Women – Was soll ich sagen? Der Film war so so schön. Die Schauspieler waren fantastisch und die Regisseurin Greta Gerwig liebe ich sowieso. Geht ins Kino und schaut ihn euch an und macht danach mit Lady Bird und Frances Ha weiter.

Marriage Story – Meine Erwartungen an den Film waren etwas zu hoch, weil ich so viel gutes gehört hatte. Aber wenn ich das beiseite nehme und den Film an sich betrachte, war er wirklich toll, einfühlsam und schmerzhaft. Die Scheidung um die es geht, wurde mit einer Zärtlichkeit aufgearbeitet und die Texte waren so gut geschrieben.

Gelesen

Everything I know about Love – Habe ich in wenigen Tagen verschlungen und werde es jetzt für das restliche Jahr jedem empfehlen. Das Buch ist eine Memoir der britischen Journalistin Dolly Alderton und es geht um ihr turbulentes Millenial-Leben voll mit schlechten Dates und guten Freunden. Außerdem findet fast alles in London statt und es macht so Spaß, weil ich jetzt viel mehr Orte, über die sie schreibt, auch kenne. Ich hatte es aus der Bibliothek ausgeliehen, aber werde es mir unbedingt noch kaufen, da ich es einfach in meinem Regal haben möchte.

Little Women – schafft es diesen Monat tatsächlich in mehrere Kategorien, da ich um Weihnachten rum angefangen habe, das Buch zu lesen! Ich hatte beim Schreibstil eine Mischung aus Jane Austen und Margaret Mitchell erwartet, aber es ließ sich etwas leichter lesen und ich bin gut ins Buch reingekommen. Bevor ich den Film sah fehlte mir noch das letzte Viertel, dadurch wusste ich zum Glück noch nicht das Ende! Jetzt fehlen mir nur noch ganz wenige Seiten, dann bin ich durch.

Oh jetzt ist der Rückblick ja doch ganz schön lang geworden mit all den Empfehlungen! Naja, ich hoffe er hat euch gefallen und ihr nehmt vielleicht den ein oder anderen Tipp mit. Ich wünsche euch einen tollen Februar!

xx anna