Muss nur noch kurz die Welt retten

In der zweiten Staffel von ‚Big Little Lies‘ bekommt ein kleines Mädchen eine Panikattacke, als sie im Unterricht über den Klimawandel lernt. Egal wie gut ich ‚Lady Bird‘ oder ‚Druck‘ fand, nichts konnte ich so gut nachempfinden wie diese Szene. Sie beschreibt unsere Zeit perfekt.

Der Klimawandel ist real und ja, er ist gruselig. (Hätte ich den Beitrag an Halloween hochladen sollen?) Er ist nicht reversibel, aber wir können zumindest das Ausmaß verringern, indem wir jetzt handeln. Jeder einzelne von uns.

Da draußen brauchen sie mich jetzt

Die Situation wird unterschätzt

Und vielleicht hängt unser Leben davon ab

Das kann einen ganz schön fertigmachen, haben wir ja bei „Big Little Lies“ gesehen. Was mir hilft sind Blogger und Influencer, die das Thema Nachhaltigkeit aktiv thematisieren – im Rahmen von Veganismus, Second-Hand Mode oder Zero-Waste Ideen. Das inspiriert und motiviert. Allerdings habe ich mich auch schon dabei ertappt, wie ich einigen wieder entfolgt bin. Warum? Ich habe ein schlechtes Gewissen gekriegt. Ich esse Fleisch, ich kaufe nicht nur vintage und ich habe schon einige Langstreckenflüge hinter mir. Aber letztendlich brauchen wir ein schlechtes Gewissen auch, um endlich etwas zu verändern. Ganz nach dem Motto „Your comfort zone will kill you“ (Deine Komfortzone wird dich umbringen).

Die Zeit läuft mir davon zu warten

Wäre eine Schande für die ganze Weltbevölkerung

Ich muss jetzt los sonst gibt’s die große Katastrophe

Merkst du nicht, dass wir in Not sind?

Der Duck den ich verspürt habe, alles richtig zu machen, hat dafür gesorgt, dass ich mich dem Thema gegenüber verschlossen habe. Ich dachte, wenn ich eh nichts richtig mache, hilft es auch nicht, wenn ich jetzt auf meinen Coffee to go verzichte. Ich hatte das Gefühl mich selbst zu belügen, wenn ich einen Tag second hand einkaufte und am nächsten ins Flugzeug stieg. Meine Wertesystem und ich waren verwirrt.

Dann habe ich gemerkt, dass ich nicht falscher hätte legen können.

Ja, es gibt viele Dinge, die ich falsch mache. Aber da sind auch viele Bereiche, in denen ich mich richtig verhalte oder aktiv dabei bin, mein Verhalten zu verändern. Das mache ich, indem ich zum Beispiel festes Shampoo und festen Conditioner benutze. Diese halten lange und man vermeidet die Plastikverpackung. Oder indem ich wiederverwendbare Abschminkpads statt Abschminktüchern benutze. Wasserflasche und To-Go-Becher selber mitnehme. Hafermilch statt Kuhmilch trinke, weil es mir in dem Bereich super einfach fällt, auf pflanzliche Ernährung umzustellen. Es geht um diese kleinen aber wichtige Veränderungen.

Ich versuche mehr Second-Hand Kleidung zu kaufen und insgesamt weniger Kleidung an sich. Gucke ich in meinen Kleiderschrank sind da nur ein paar Teile, die aus Vintageläden stammen. Aber viele meiner liebsten Kleiderstücke sind alte Teile von Mama, Papa und Omi oder aussortierte von meinen Freundinnen. Mal die Eltern nach alten Klamotten zu fragen, kann zu so tollen Funden führen und noch dazu freuen sie sich darüber, dass ihre Kleidung nochmal getragen wird.

Jeder kleine Schritt hilft und wenn man erst einmal anfängt, werden es mit der Zeit immer mehr werden. Der Alltag wird nach und nach nachhaltiger.

Zum Schluss möchte ich euch noch ein paar von den Bloggern und Influencern empfehlen, die ich am Anfang erwähnt habe. Sehr gerne mag ich Marie Luise Ritter (ich verlinke mal ihr Instagram @luiseliebt und ihren Blog), die in ihren Stories sehr ehrlich und angenehm darüber redet, wie sie ihren Alltag nachhaltiger gestaltet oder wie sie sich damit fühlt gerade nach New York geflogen zu sein. Marie Nasemann schreibt auf fairknallt.de über nachhaltige Mode und teilt auf ihrem persönlichem Instagram @marienasemann viele Tipps für den Alltag – wenn sie sich Sushi holt, bringt sie zum Beispiel ihre eigenen Boxen dafür mit. Madeleine Daria Alizadeh (@dariadaria) war mal Modebloggerin und hat mittlerweile eine eigene nachhaltige Modemarke und macht den tollen Podcast ‚a mindful mess‘. Bei Louisa Dellert (@louisadellert) geht es toll um Klimaschutzpolitik. Und zum Abschluss noch Celine (@greyisthenewcolorful) und Isabelle (@its_isa_belle & @isadrinkscoffee), die auf Instagram sowie auf ihren Blogs toll Secondhand Mode und Achtsamkeit thematisieren.

So genug von meinen Problemen, Lösungen und Empfehlungen geschrieben, jetzt möchte ich von euch hören! Wie fühlt ihr euch mit dem Klimawandel – besorgt, überfordert, entspannt? Was sind eure Tipps für mehr Nachhaltigkeit? Und habt ihr noch mehr Influencer und Blogger, die die ihr empfehlen könnt? Ich freu mich auf eure Kommentare (dafür muss man auch keinen Account oder so haben, einfach in das Feld dort tippen).

xx anna

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